Unser Nachhaltigkeitskonzept

Unsere Mission

Wir wollen tragbare und nachhaltige Kunstwerke erschaffen, die nicht nur schön sind, sondern auch ihre Träger auf lange Zeit bestärken - für Menschen jeglichen Geschlechts. 

Wir glauben, dass Kleidung und Accessoires eine wichtige Rolle dabei spielen, wie wir uns fühlen, von anderen wahrgenommen werden und uns rüsten für alles, was vor uns liegt.

Unser Ansatz

Um Gutes zu schaffen, das auch attraktiv aussieht und möglichst nachhaltig ist, entstehen unsere Produkte überwiegend aus dem, was bereits existiert. 

Wir nehmen gebrauchte und ungenutzte Textilien und schenken ihnen ein neues Leben. Diese verarbeiten wir in modularen Designs, die eine Anpassung an verschiedene Körperformen, Jahreszeiten oder an Geschmacksänderungen ermöglichen. Das Ergebnis sind Unikate, die eine individuelle Geschichte erzählen und begehrenswert bleiben, so dass man sie langfristig tragen kann und möchte. 

Das ist unser Gegenentwurf zu Fast Fashion, Überproduktion und den dadurch wachsenden Massen an Altkleidern.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie wächst mit unseren Erfahrungen. Da es uns am Herzen liegt, Ihnen ein transparentes Bild von unserem Stand zu vermitteln, können Sie in den folgenden Abschnitten genauere Informationen zu unserem aktuellen Konzept nachlesen.

Wie wir Nachhaltigkeit leben

Materialien: Wir veredeln, was bereits da ist

Jedes unserer Unikate entsteht aus einem bereits existierenden Textil, das mit zusätzlichen Materialien verschiedenster Art neugestaltet wird. 
Wir beziehen unsere Textilien aus Fabrikresten, Stoffproben, Reststoff- und Second-Hand-Warenangeboten oder Spenden – und setzen der Kreativität dabei keine Grenzen. 
In unserer ersten Kollektion haben wir unter anderem die folgenden Materialien verarbeitet: Schreibtischunterlagen, Tischsets, Teppiche, Vorhänge, Tischläufer, Campingzelte, Essstäbchen, Visitenkartenhüllen, Weihnachtsdekoration sowie weitere Elemente aus Holz, Stein, Metall und Leder.
Neu kaufen wir nur dazu, was wirklich neu sein muss, um eine hohe Qualität und Haltbarkeit zu gewährleisten: überwiegend sind das Verschlüsse, Gummibänder, Nähgarne, Bügeleinlagen und alles, was aus technischer Sicht notwendig für die Erstellung und Funktionalität von Kleidung ist.

Produktion & Lieferkette: Nah, transparent, auf Augenhöhe

Unsere Produkte entstehen in unserem Atelier in Berlin-Moabit oder in Heimarbeit in Berlin. Mit Produktion und Vertrieb in einem Ort halten wir unsere Lieferwege kurz. 
Unser Nähzubehör kaufen wir vor Ort ein oder bestellen online, wenn es regional nicht in der benötigten Ausführung verfügbar ist. Jugatx reiste persönlich nach China, um sich ein eigenes Bild vom Textilhandel vor Ort zu machen, denn viel Nähzubehör kommt nun einmal von dort. Wir sind angetrieben von echter Neugier und einer tiefen Faszination für dieses Land. Diese Haltung – Dinge selbst erleben, statt blind einzukaufen – prägt unsere gesamte Art zu arbeiten.
Wir sind bestrebt, alle Stakeholder entlang unserer Lieferketten zu bedenken und möchten gemeinsam mit ihnen das Ziel erreichen, den „Circle of Waste“ zu durchbrechen und neu zu denken. 

Dazu streben wir kollaborative Partnerschaften auf Augenhöhe an. Wir kooperieren beispielsweise mit Künstler:innen aus Spanien, Ghana, Kenia und Kolumbien aber auch Berlin und ganz Deutschland, mit denen Jenniffer persönlich Bekanntschaft geschlossen hat. Die Kreationen dieser Künstler:innen ergänzen unsere Kollektionen und finden durch unser Atelier ein Publikum in Berlin. Der Erlös wird fair geteilt. Für uns ist das kein Einkauf sondern eine Partnerschaft.

Außerdem beziehen wir Fabrikreste und Rücksendewaren, z.B. über unseren ersten Material-Partner, ClickConcepts, mit tollen Qeedo-Zeltstoffen in verschiedensten Farben und Größen, siehe mehr dazu unter folgendem Link 

https://www.qeedo.de/stories/wenn-aus-ruecksendungen-neue-staerke-wird 

Wir verwenden diese Materialien als Futterstoff für unsere Taschen und wasserabweisende Kleidungselemente und arbeiten gemeinsam mit unseren Partner:innen daran, Abfallkreisläufe wirklich zu schließen.

Klima & Ressourcen: So wenig wie möglich, so gut wie möglich

Unser Atelier haben wir so renoviert, dass es möglichst energieeffizient betrieben werden kann, zum Beispiel durch Austausch der vorhandenen Einfachverglasung mit moderner Dreifachverglasung. 

Unsere Designs sind modular und reparaturfreundlich – weil ein Stück, das lange getragen wird, mehr für das Klima tut kann als jedes Recycling (Schmidt, A., Watson, D., Roos, S., Askham, C., 2016; Cooper, T., Hill, H., Kininmonth, J., Townsend, K., Hughes, M., 2013). 

Beim Versand verzichten wir auf Kunststoffverpackungen und achten auf kurze Lieferwege.

 

Zirkularität & Service: Am Ende steht wieder ein Anfang

Wir transformieren Alttextilien und andere gebrauchte oder übrig gebliebene Materialien und Stoffproben, bieten für unsere Produkte Reparaturen und modulare Umgestaltungen an.
Was sich nicht mehr verwerten lässt oder zu klein ist, um Neues daraus zu schaffen, schreddern wir zu Füllmaterial für unsere eigenen Kreationen.
 

Was wir (noch) nicht können:

Viele der Textilien, die wir verarbeiten, haben keine lesbaren oder vollständigen Care Labels mehr. 

Ohne Prüflabor können wir die genaue Materialzusammensetzung nicht sicher feststellen – und damit auch keine Pflegegarantien geben. 

Für Secondhand-Ware, also gebrauchte und konfektionierte Textilerzeugnisse, muss die Faserart oder -zusammensetzung auch tatsächlich nicht angegeben werden (Artikel 17 Abs.2 Textilkennzeichnungsverordnung) und in Deutschland gibt es keine bislang keine allgemeine Pflegehinweisepflicht für Kleidung. 

Was wir stattdessen anbieten

Wir beraten Sie beim Kauf persönlich zur Pflege Ihrer erworbenen Unikate.
Aus demselben Grund streben wir derzeit keine Nachhaltigkeitszertifizierungen an. 
Den Ursprung der Alttextilien können wir schlicht nicht lückenlos rückverfolgen – und wir wollen keine Siegel, die wir nicht vollständig belegen können. 

Was wir sagen können: 

Diese Textilien hätte ohne uns vermutlich niemand mehr getragen. Wir geben ihnen ein neues Leben und schonen damit unseren Planeten. Das ist uns mehr wert, als zugunsten von Zertifikaten auf neue Rohstoffe zurückzugreifen.

Unsere nächsten Schritte:

Wir möchten die Partnerschaften mit unseren Künstler:innen langfristig festigen und erweitern – auf einer Basis, die für alle Seiten fair und verlässlich ist.
Ab 2030, wenn unsere Marke etablierter und unser Geschäftsmodell erprobter ist, möchten wir unsere neu eingekauften Zutaten schrittweise auf zertifiziert nachhaltige Materialien umstellen.
Wir glauben, dass Nachhaltigkeit keine Einbahnstraße ist. Deshalb laden wir Sie herzlich ein, Teil dieser Bewegung zu werden:

Materialien spenden:

Sie haben gut erhaltene Meterware, Vorhänge, Tischdecken, Bettlaken, Bettbezüge, Gürtel, Nähzubehör, Bastelperlen oder gewaschene Kleidung, die Sie nicht mehr tragen oder benötigen? Wir freuen uns über Spenden – behalten uns aber vor, unpassende Materialien abzulehnen oder Annahmepausen zu machen, wenn uns der Platz ausgeht.

Etwas Eigenes upcyceln lassen:

Sie haben ein Lieblingsteil, das Sie so nicht mehr tragen, das nicht richtig passt, das teilweise kaputt, verfärbt, verblichen oder verbogen ist ? Bringen Sie es vorbei und informieren Sie sich über ein individuelles Upcycling-Projekt zu einem Witting Warrior Unikat!        
Wir bieten bereits modulare Baukasten-Lösungen für Jacken an und erweitern dieses System auf andere Produkte.

Künstler:innen empfehlen:

Sie kennen spannende Kreative aus aller Welt, die in unseren Galerieraum passen oder interessiert an einer Kollaboration wären? Wir freuen uns über spannende neue Kontakte.

Konkretes Anliegen:

Wir suchen aktuell ein Unternehmen, das vergleichsweise kleine Mengen textile Abfälle für unsere eigene Nutzung schreddern kann. Aktuell machen wir das mühsam von Hand. Haben Sie einen Kontakt? Wir freuen uns über jede Empfehlung.

Einfach vorbeikommen:

Sie haben Fragen, Ideen oder Anregungen? 
Besuchen Sie uns in unserem Atelier in Berlin-Moabit, Elberfelder Str. 30

Quellen:

Schmidt, A., Watson, D., Roos, S., Askham, C. (2016): Gaining benefits from discarded textiles, LCA of different treatment pathways, Kopenhagen. 
https://norden.diva-portal.org/smash/get/diva2:957517/FULLTEXT02.pdf 

Cooper, T., Hill, H., Kininmonth, J., Townsend, K., Hughes, M. (2013): Design for Longevity, Guidance on increasing the active life of clothing, Banbury.

https://www.researchgate.net/publication/313479112_Design_for_Longevity_Guidance_on_Increasing_the_Active_Life_of_Clothing 

Werden auch Sie ein 
Female oder Witting Warrior

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.